Positive Psychologie - das passende Tagebuch

Seit dem 24.9.2012 läuft nun mein 100-Tage-Experiment. Ziel des Experimentes ist es herauszufinden, ob mir die positive Psychologie tatsächlich hilft meine Lebensqualität zu verbessern.

Dazu führe ich ein besonderes Tagebuch, das eine Erweiterung der Anleitung von Richard Wiseman ist.

Jeden Tag mache ich abends 5 Minuten Kurznotizen. Dabei betrachte ich jeden Wochentag eine andere Perspektive bzw. Fragestellung.

Montags heißt es "Danke sagen". Ich notiere wofür ich dankbar bin: Personen, Erlebnisse, das Wetter …

Dienstag rufe ich mir mit "schöne Momente" gute Erinnerungen, Erfahrungen, Begegnungen oder was auch immer ins Gedächtnis und skizziere sie kurz. Diese können lange zurückliegen oder tagesaktuell sein.

Mittwoch mache ich Notizen zu meinen "Zielen und meiner Zukunft" und schreibe auf, was ich erleben und erreichen möchte, welche Ziele ich anstrebe und was ich mir wünsche. Dabei bin ich kein Traumtänzer und achte auf die grundsätzliche Realisierbarkeit, schränke aber den Fokus nicht zu sehr ein. Ganz wichtig: ich formuliere positiv und in der Gegenwart.

Donnerstags geht es um einen mir wichtigen lieben Menschen an den oder über den ich ein paar Zeilen schreibe. Warum ist er/sie mir wichtig, was verbindet uns, was möchte ich dem Menschen sagen, mit ihm erleben.

Am Freitag schaue ich auf meine Ressourcen. Ich mache mir bewusst, welche Ressourcen mir im Leben zur Verfügung stehen. Dazu gehören meine Gesundheit genauso wie meine familiären Beziehungen, ein berufliches Netzwerk, mein Einkommen usw.

Samstags betrachte ich meine Stärken, Fähigkeiten, Kenntnissen, Eigenschaften, über die ich verfüge. Da haben Persönlichkeitsmerkmale genauso Platz wie gerade erworbenes Wissen oder erfahrene Stärken.

Sonntag schließt dann eine positive Rückschau die Woche ab. Was ist in dieser Woche gut gelaufen, was habe ich gelernt, erfahren, warum war es eine gute Zeit ...

 

Mein Commitment:

Ich mache täglich meine Tagesnotizen - 100 Tage lang (also bis zum 1.1.2013). Wenn ich als Coach Methoden im Coaching einsetze oder empfehle, muss ich von deren Wirksamkeit überzeugt sein. Dazu dienst das Experiment.

 

Bisherige Erfahrung:

Auch wenn ich mal die Notizen erst am nächsten Morgen mache, ich denke dran und mir fällt immer etwas ein ...

Das Experiment lässt sich gut an.

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Volker (Freitag, 19 Oktober 2012 11:55)

    Ich bin gespannt auf einen Erfahrungsbericht, da ich das Experiment auch noch auf meiner Könnte-ich-mal-tun-Liste habe.
    Wie funktioniert denn die Auswertung, welche Einflüsse es auf die Lebensqualität gibt? Aus dem Bauch heraus oder anhand strukturierter Fragen?

  • #2

    gudrunbehmsteidel (Samstag, 20 Oktober 2012 19:47)

    Hallo Volker,
    eine empirische Auswertung hatte ich eigentlich nicht im Sinn. Mir würde es schon reichen, wenn ich eindeutig fühle, dass es mir "etwas bringt". Und das ist tatsächlich der Fall. Nicht immer, aber immer öfter ;-)
    Andererseits habe ich vor dem Start des Experimentes auch an den ausführlichen Tests des Schweizer Stärkentrainings teilgenommen. Und da steht nach der Übungsphase wieder ein Test an. Hier sollte die Vorher-nacher-Ergebnisse einen Unterschied, sprich eine Wirkung, zeigen. (staerkentraining.ch) Achtung: die zahlriechen Tests dauern ...